Alles über Positionslichter, Signallichter und Lichterbilder für die SBF-Prüfung
Die Lichterführung gehört zu den wichtigsten Themen bei der Prüfung zum Sportbootführerschein See. Sie beschreibt, welche Lichter ein Fahrzeug auf See bei Nacht oder bei verminderter Sicht führen muss. Anhand der Lichter können andere Verkehrsteilnehmer erkennen, um welche Art von Fahrzeug es sich handelt, in welche Richtung es fährt und ob es manövrierfähig ist.
Im offiziellen Fragenkatalog der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (ELWIS) machen Fragen zur Lichterführung einen erheblichen Anteil aus. Wer diese sicher beherrscht, hat in der Theorieprüfung einen großen Vorteil.
Jedes Fahrzeug in Fahrt führt ein rotes Seitenlicht an Backbord (links) und ein grünes Seitenlicht an Steuerbord (rechts). Diese Lichter haben einen Abstrahlwinkel von jeweils 112,5° und reichen von voraus bis 22,5° achterlicher als querab. Durch die Kombination der Seitenlichter kann man erkennen, ob ein entgegenkommendes Fahrzeug nach links oder rechts fährt – entscheidend für die Kollisionsverhütung.
Merkhilfe: „Backbord = Rotwein" – Rot ist links. Oder: „Steuerbord = Smaragd (grün)".
Das Topplicht ist ein weißes Licht, das über dem Schiffskörper geführt wird. Es strahlt in einem Bereich von 225° und ist von voraus bis 22,5° achterlicher als querab auf jeder Seite sichtbar. Maschinenfahrzeuge in Fahrt müssen mindestens ein Topplicht führen. Große Fahrzeuge (über 50 Meter) führen ein zweites Topplicht, das höher als das erste angebracht ist.
Das Hecklicht ist ein weißes Licht am Heck des Fahrzeugs mit einem Abstrahlwinkel von 135°. Es ist nur von achtern sichtbar. Zusammen mit den Seitenlichtern ergibt das Hecklicht das vollständige Lichterbild eines Fahrzeugs in Fahrt.
Ein Ankerlicht ist ein weißes Rundumlicht (360°), das ein vor Anker liegendes Fahrzeug führt. Bei Fahrzeugen über 50 Meter Länge werden zwei Ankerlichter geführt: eines im vorderen und eines im hinteren Bereich. Das Ankerlicht signalisiert anderen Fahrzeugen, dass hier ein stehendes Hindernis liegt.
Ein Rundumlicht strahlt über einen Bereich von 360° ab und ist von allen Seiten sichtbar. Es gibt weiße, rote, grüne und gelbe Rundumlichter – je nach Verwendungszweck. Beispielsweise zeigt ein rotes Rundumlicht ein manövrierbehindertes Fahrzeug an.
Ein Maschinenfahrzeug unter 50 Metern führt: Topplicht (weiß), Seitenlichter (rot/grün) und Hecklicht (weiß). In der Prüfung wird oft gefragt, welches Fahrzeug ein bestimmtes Lichterbild zeigt – hierbei ist es wichtig, die Kombination der Lichter sicher zu erkennen.
Ein Segelfahrzeug führt nur Seitenlichter und ein Hecklicht – kein Topplicht! Das ist der entscheidende Unterschied zum Maschinenfahrzeug. Optional dürfen Segelfahrzeuge zwei Rundumlichter übereinander führen: oben rot, unten grün.
Fischereifahrzeuge bei der Arbeit zeigen zwei Rundumlichter übereinander: oben rot, unten weiß (bei Schleppnetzfischern) oder oben grün, unten weiß (bei anderen Fischern). Zusätzlich führen sie die normalen Fahrtlichter, wenn sie Fahrt durchs Wasser machen.
In unserem kostenlosen SBF Prüfungssimulator findest du alle offiziellen Fragen zur Lichterführung mit den originalen Abbildungen aus dem ELWIS-Fragenkatalog. So kannst du die Lichterbilder direkt an den echten Prüfungsfragen üben – kostenlos und so oft du willst.